Gabriele W

Name: Gabriele W.

Sportart: Rehasport
Krebspatientin
vermittelt als Druckerei-Mitarbeiterin


„Ich habe wieder etwas zu tun und habe wieder regelmäßig Geld auf meinem Konto. Das gibt mir ein positives Gefühl und Selbstbewusstsein.“
(Gabriele W.)


Gabriele W. hat 30 Jahre in einem Familienbetrieb gearbeitet, bevor die Druckerei durch die zunehmende Digitalisierung betriebsbedingt schließen musste und sie ihren Job verlor.


Persönliches:

Was war Ihre größte Herausforderung, bevor Sie an ISPA teilgenommen haben?
Ich wollte wieder richtig gesund werden und den Krebs besiegen. Beruflich hatte ich vor allem ein Ziel: Ich wollte etwas mit meinen Händen machen.

Wie hat Ihnen ISPA geholfen, diese Herausforderung zu meistern?
In der ISPA-Maßnahme habe ich mich sehr wohl gefühlt und nette Leute kennengelernt. Ich habe mich auch privat mit einigen Teilnehmenden getroffen. Durch ISPA bekam ich wieder einen geregelten Tagesablauf und die Perspektive, dass es trotz meiner Krebserkrankung beruflich für mich weiter geht.

Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Die Ausflüge in dem ISPA-Workshop „Mobilität“ und die regelmäßige Teilnahme am Sport haben mir immer besonders viel Spaß gemacht.


Berufliches:

Wie sehen Ihre Resultate zum jetzigen Zeitpunkt aus?
Mein Betriebsscout, Frau Orlet, hat für mich eine Stelle in einer Druckerei gefunden, in welcher ich ein vierwöchiges Praktikum gemacht habe. Danach habe ich einen Vertrag mit einem unbefristeten Arbeitsverhältnis bekommen.
Es geht mir körperlich wieder gut. Mit meinen neuen Kollegen komme ich auch sehr gut zurecht. Ich habe wieder etwas zu tun und habe wieder regelmäßig Geld auf meinem Konto. Das gibt mir ein positives Gefühl und Selbstbewusstsein.

Wie unterstützt Sie ISPA im Beruf?
Ich besuche die ISPA-Maßnahme gerne mal zwischendurch und telefoniere oder schreibe mit meinem Betriebsscout.

Welche beruflichen Ziele möchten Sie nach Ihrer Teilnahme bei ISPA erreichen?
Ich möchte bis zu meiner Rente körperlich fit und gesund bleiben und vielleicht danach auch noch stundenweise arbeiten.


Vision Inklusion:

Was kann die Inklusion in Deutschland besser machen?
Das Thema Inklusion sollte in der Öffentlichkeit noch stärker behandelt werden.

Worauf sollten Unternehmen besonders achten, die Mitarbeiter mit einer Behinderung beschäftigen oder beschäftigen wollen?
Ich würde mich darüber freuen, wenn mehr Arbeitgeber Menschen mit einer Beeinträchtigung einstellen.

Was möchten Sie Menschen, die eine Behinderung haben und einen Beruf anstreben, mit auf den Weg geben?
Ich persönlich habe mit meinem Arbeitgeber nicht im Detail über meine Erkrankung gesprochen, da ich in meinem Betrieb alle mir übertragenen Aufgaben uneingeschränkt ausführen kann. Es war also in meinem Fall nicht unbedingt nötig, mein Handicap offen zulegen. Bewerbern mit einer Einschränkung sollten auf jeden Fall dran bleiben am Bewerbungsprozess. Man kann auch mit einer Behinderung einen Beruf finden.


Betriebsscout Ulrike Orlet:

Wie haben Sie den Vermittlungsprozess von Gabriele W. wahrgenommen?
Die Arbeit mit Frau W. hat auch mir großen Spaß gemacht. Sie hat trotz ihrer Erkrankung und einer längeren Bewerbungsphase ihre positive Grundhaltung nicht verloren. Das ist keine Selbstverständlichkeit und erleichtert die Arbeit eines Betriebsscouts enorm.

Projektpartner: