Frank S

Name: Frank S.

Sportart: Dart
hörbeeinträchtigt
vermittelt als Patientenbegleiter im Klinikum Dortmund
Fotograf der ISPA-Fotoreihe „Handicap in Szene setzen“


„ISPA ist eine tolle Maßnahme mit tollen Scouts!“
(Frank S.)


Persönliches:

Was war Ihre größte Herausforderung, bevor Sie an ISPA teilgenommen haben?
Für mich stellte es eine große Schwierigkeit dar, mich mit meiner eigenen Behinderung abzufinden.

Wie hat Ihnen ISPA geholfen, diese Herausforderung zu meistern?
Bei ISPA haben mich besonders die anderen Teilnehmenden dazu inspiriert, mich mit meinem Handicap auseinander zu setzen. Hier habe ich gesehen, dass Personen, deren Beeinträchtigung noch viel größer ist als meine, teilweise besser damit umgingen.

Welches Ziel wollten Sie in den ersten drei Monaten erreichen?
Ich wollte mich beruflich neu orientieren und einen festen Job finden, der mir Spaß macht.

Was ist Ihnen in den ersten drei Monaten besonders in Erinnerung geblieben?
Da sind sicher die gemeinsamen Aktionen, wie z.B. die Weihnachtsfeier zu nennen. Die Aktionen haben uns allen immer sehr viel Spaß gemacht und unsere Gruppe sehr zusammengeschweißt.

Was konnten Sie bis jetzt schon umsetzen? Wie lange sind Sie in der Maßnahme?
Ich bin jetzt sechs Monate bei ISPA und habe mich mit Erfolg als Patientenbegleiter im Krankenhaus beworben. Außerdem wurde ich durch den ersten ISPA-Business-Tag angeregt, mich nebenberuflich auch als Fotograf zu versuchen und habe bereits erste gewerbliche Fotoaufträge.


Sport:

In welcher Weise beeinflusst der Sport/die sportlichen Aktivitäten Ihr gesamte Wohlbefinden und Ihre Motivation hinsichtlich Arbeit?
Mit einer Gruppe von anderen Teilnehmenden bin ich durch ISPA in einen Dart-Verein eingetreten. Das Training macht mir viel Spaß, ich komme häufiger raus und halte so den Kontakt nach außen.


Berufliches:

Wie sehen Ihre beruflichen Resultate zum jetzigen Zeitpunkt aus?
Ich habe eine feste Anstellung als Patientenbegleiter gefunden und habe mich beruflich neu aufgestellt. Nebenberuflich interessiert mich der Bereich Fotografie sehr, den ich nach und nach weiter ausbauen möchte.

In welcher Weise wird das Gelernte/das Neue Sie persönlich und beruflich beeinflussen?
Ich habe bei ISPA gelernt, selbstbewusst mit meiner Behinderung umzugehen. Sie begleitet mich schließlich jeden Tag. Seit neustem trage ich sogar farbliche Hörgeräte!


Vision Inklusion:

Was kann die Inklusion in Deutschland besser machen?
Man sollte das Thema Inklusion in Deutschland meiner Meinung nach nicht auf die Spitze treiben. Dies fällt mir insbesondere im schulischen Bereich auf. Der Unterricht dreht sich oft um beeinträchtigte Schüler, z.B. bei einer Verhaltensstörung. Dies bremst die anderen Schüler aus.

Worauf sollten Unternehmen besonders achten, die Mitarbeiter mit einer Behinderung beschäftigen oder beschäftigen wollen?
Firmen sollten einen Schwerbehindertenbeauftragten beschäftigen und bei einer Neueinstellung mit dem Integrationsfachdienst zusammenarbeiten. Ich persönlich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Welche frohe Botschaft möchten Sie zukünftigen ISPA-Teilnehmenden mit auf den Weg geben?
Bei ISPA hängt viel mit der eigenen Motivation der Teilnehmenden zusammen. Wer sich einbringt, erfährt ganz viel Unterstützung. Damit steigen die Chancen auf einen Job beträchtlich.


Betriebsscout Saskia Kuchanny zum Vermittlungsprozess:

Die Inklusion in Arbeit bei unserem ISPA-Teilnehmer Frank S. ist und bleibt eine totale Erfolgsstory! Außerdem ist sie der beste Beweis dafür, dass man es mit Motivation, Ausdauer Fleiß und in diesem Fall der Unterstützung des ISPA-Teams auch mit einer Schwerbehinderung zu etwas bringen kann.
Frank S. kam zu mir zu einem ersten Gespräch mit heruntergelassenen Schultern und sagte: „An mir werden Sie sich die Zähne ausbeißen. Das wird nichts. Ich suche schon so lange einen festen Job.“ Frank wurde durch meinen Workshop „Teamarbeit“, durch das Zusammensein mit anderen Teilnehmenden und durch die Unterstützung des ISPA-Teams so motiviert, dass er anfing Fotos zu machen. Herausgekommen sind wirklich sehenswerte und anspruchsvolle Bilder zum Thema Behinderung. Frank S. hat sich auf seine Weise und quasi „durch die Linse“, das Selbstbewusstsein erarbeitet, zu seiner eigenen Behinderung zu stehen. In seinem jetzigen Job als Patientenbegleiter ist er ebenfalls sehr glücklich. Dies erwähnt er regelmäßig in E-Mails oder Telefonaten, die wir führen.“

Projektpartner: