Viele Fragen, viele individuelle Antworten

Was für eine Tätigkeit entspricht mir und was kann ich mit einer Schwerbehinderung überhaupt arbeiten? Finde ich eine Stelle, in der ich nur sechs Stunden täglich mein Bestes gebe? Wie kommuniziere ich meine Behinderung und gesundheitliche Einschränkungen im Vorstellungsgespräch? Wer nimmt mich mit 56 Jahren überhaupt noch?

circles Betrieb Qualifizierung Sport

Viele Fragen und keine Standard-Antwort. Die Menschen sind unterschiedlich und das ist gut so (Diversity-Prinzip). ISPA verfolgt das Ziel, die Teilnehmenden Schritt für Schritt in den Beruf zu begleiten. Dies geht nicht über die Köpfe der Arbeitsuchenden hinweg, sondern nur mit ihnen gemeinsam. Vor dem Hintergrund der biografischen Erfahrungen und den berufsbezogenen Kompetenzen (auch ohne Ausbildung) unterstützen die Betriebs-Scouts beim Bewerbungsprozess und bereiten den Weg von Arbeitserprobung und Praktikum bis hin zu einer vollen Beschäftigung. Hierbei beraten sie Unternehmen, die einen Beitrag zur Inklusion leisten wollen und stehen diesen bei der Vermittlung zur Seite.

Was tun die Betriebs-Scouts noch?

Sie beraten Unternehmen bei der Einstellung von Menschen mit Behinderung und helfen beim Abbau von Vorurteilen gegenüber behinderten und von Krankheit bedrohten Menschen. Sie leiten den Matchingprozess zwischen Betrieb und dem Teilnehmenden ein und beraten vor Ort auch im Umgang mit Behinderung.

Starke Netzwerkpartner

Die Betriebs-Scouts bauen Firmenkontakte auf und pflegen diese. Eine gute Netzwerkverbindung besteht zum TSC-Eintracht, zu Decathlon in Dortmund-Kley, zu Rewe Freidank GmbH & Co. EH oHG in Dortmund, Support Personallogistik GmbH in Dortmund, Bernd Koch Siebdruck GmbH in Dortmund, copier-center A&T GmbH in Dortmund, zu innogy SE und zum flexomed GmbH Personaldienst.

Was sagen die Teilnehmenden über die Zusammenarbeit mit den Betriebs-Scouts?

Am Beispiel einer Teilnehmerin mit Adipositas (42 Jahre): „Mein größtes Problem war, überhaupt hier anzufangen. Jeden Tag aufzustehen, generell. Ich möchte dies als Chance nutzen, mehr soziale Kontakte zu entwickeln. Ich möchte meiner Tochter ein gutes Beispiel sein und dafür lebe ich. Dass ich was ändern muss, wusste ich vorher, aber bei der Umsetzung brauche ich Unterstützung. Die Betreuer sind hier so nett, das hatte ich gar nicht erwartet. Ich bin viel selbstbewusster geworden und ich traue mir auch viel mehr zu. Zum Beispiel Telefonieren für eine Bewerbung, das hätte ich früher nicht gekonnt. Es lohnt sich wirklich, sich darauf einzulassen!“

Projektpartner: